29.7.2016, Frankreich: Verlag sagt die Veröffentlichung eines islamkritischen Buches ab

Der deutsch-ägyptische Politologe Hamed Abdel-Samad kritisiert in seinem Buch „Der islamische Faschismus. Eine Analyse“ den Islamismus und vergleicht ihn, wie der Titel schon sagt, mit dem Faschismus.
Jetzt hat sich der französische Verlag „Piranha“ entschieden, die für September geplante Veröffentlichung in französischer Sprache wieder fallen zu lassen.

Abdel-Samad kommentiert diese Entscheidung so:
So weit sind wir schon in Europa gekommen. Ein Verlag beugt sich der Einschüchterungstaktik der Islamisten. Es ist noch nicht lange her, da schrieb dieser Verleger „Je suis Charlie“, heute schreibt er „Ich habe Angst, Charlie zu werden.“ Das Schlimme ist, er versucht aus der Not eine Tugend zu machen und nennt seine Entscheidung „besonnen“. Ich nenne sie vorauseilenden Gehorsam und Selbstaufgabe!

Die Krokodile, die du jetzt futterst, in der Hoffnung, dass sie dich nicht fressen, werden auch dich am Ende auseinandernehmen. Voltaire würde sich im Grabe umdrehen, wenn er erfahren würde, welches Verständnis von Toleranz und Meinungsfreiheit einige Kulturschaffende in seinem Land 230 Jahre nach seinem Tod haben!

Quelle:www.unzensuriert.at

25. Jan. 2016, Rom: Italien, Burka für antike Statuen. Italien verhüllt kulturelles Erbe auf dem Capitol

Bei dem Staatsbesuch des iranischen Präsidenten am 25.1.2016 lässt der Sozialdemokrat Renzi alle antiken Statuen, an denen Rohani vorbeikommen wird, im Museums des Capitol einhausen. Es ist eine ungeheure Provokation, dass Rohani ausgerechnet in dieses Museum geführt wurde, um die Museums-Schändung durch die Burka für antike Statuen vorzuführen. Während andere Islamisten das antike Palmyra in die Luft gejagt haben, zerstören Leutè wie Renzi unsere Kultur freiwillig. Eindrücklicher könnte man die Unterwerfung unter das Mittelalter nicht demontrieren.
Link:
http://www.france24.com/en/20160126-rome-covers-nude-statues-welcome-iran-president-rohani-capitoline

3. Juli 2015, Aix en Provence Festivalleitung zensiert Enführung aus dem Serail

Noch vor der Premiere von Mozarts Entführung am 3. Juli 2015 hat der Festivalleiter in Aix en Provence Bernard Fouccroulle bekanntgegeben, dass er die Regieanweisung des Österreichers Martin Kuseij zensieren wird (natürlich in liberaler Absicht). Regisseur Kusej hatte geplant, am Ende der Oper, in der bekanntlich Osmin das Lied anstimmt: Erst geköpft, dann gehangen, dann gespießt auf heiße Stangen; dann verbrannt, dann gebunden und getaucht; zuletzt geschunden, aufgespießte Köpfe, in blutige Lumpen gewickelt, zu zeigen.

Quelle:http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/kultur/kultur-sda/Festival-zensiert-ein-IS-Stueck;art46444,559592

 

22.-27. Juni 2015, Paris, alljährliche Comic-Konferenz setzt Charlie Hebdo Debatte ab

Jedes Jahr findet in Paris eine Konferenz der Comic Zeichner und -Hersteller statt, die die International Bande Dessiné Society veranstaltet. Sie hat kurzerhand zwei Round-Table Gespräche zum Attentat gegen Charlie Hebdo und über die dabei ermordeten Zeichner von der Tagesordnung genommen. Begründung: Sicherheitsbedenken. Bereits im April hat die Queen’s Universität in Belfast versucht, ein Kolloquium zu diesem Thema abzusetzen. Der Plan scheiterte am massiven Protest der Universitätsmitglieder.

Quelle zu Paris: Chalie Hebdo, 3.6.2015, No. 1193 S. 9

Quelle zu Belfast: http://www.theguardian.com/world/2015/apr/22/belfast-university-cancels-charlie-hebdo-conference

und

http://www.theguardian.com/education/2015/may/01/queens-university-belfast-charlie-hebdo-conference

1. Mai 2015 Radrennen in Frankfurt abgesagt: Angst vor Attentat

Die Stadtverwaltung in Oberursel und die Polizei sahen offenbar keine Möglichkeit, das bekannte Radrennen in Frankfurt vor einem  islamistischen Attentat zu schützen – obwohl man die mutmaßlichen Täter gefasst hatte. Sie sagten die Veranstaltung ab.

Quelle:http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/vordertaunus/Sicherheit-geht-vor;art48711,1380801

15. Februar 2015 Braunschweiger SPD Bürgermeister sagt Karnevalsumzug ab

Weil angeblich eine Terrorwarnung gegen den Karnevalsumzug vorgelegen hat, sagte die Braunschweiger Stadtverwaltung zusammen mit der Polizei den größten Umzug kurzerhand ab.

Das ist einfach: immer, wenn Islamisten irgend etwas nicht gefällt, rufen sie bei der Polizei an un das Ärgernis wird – nicht geschützt, wie im Grundgesetz vorgesehen, sondern abgesagt! Fasnachtsumzug, Theaterstück, Ausstellung: ganz egal!

 

Quelle:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Ticker-Terrorwarnung-stoppt-Schoduvel,schoduvel172.html

29. Januar 2015 Kölner Fastnachtskomitee stoppt Islamkritischen Wagen

Das Kölner Karnevalkomitee hat einen absolut harmlosen Karnevalwagen aus dem Programm genommen: Über das Motiv des Wagens war auf Facebook abgestimmt worden. Die Mehrheit hatte dabei für einen Entwurf gestimmt, bei dem ein Jeck einen Buntstift in einen Gewehrlauf steckt, um die Meinungsfreiheit zu schützen. Hinweise auf eine konkrete Gefahr gab es nicht.

Es handelte sich definitiv um vorauseilenden Gehorsam gegenüber dem Islamismus, ähnlich wie auch die Buchhandlungen nach der Morddrohung gegen Salman Rushdie dessen Bücher aus den Regalen genommen haben.

Quelle:http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-01/koeln-karneval-umzug-satire-charlie-hebdo-wagen

12. Januar 2015 Stadt Leipzig verbietet das Zeigen von Mohammed Karrikaturen

Die Stadtverwaltung hat der Organisation Legida verboten, bei ihrer Demonstration gegen die Islamisierung Mohammedkarrikaturen zu zeigen. Horst Seehofer regte sogar ein Verbot der gesamten Veranstaltung an.

Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/umstrittene-auflage-leipzig-verbietet-legida-mohammed-karikaturen_id_4397552.html

1. April 2015 Pariser ÖPNV-Gesellschaft RATP zensiert Werbung für karitatives Konzert

Die französische RATP – sie ist auch für die Bewirtschaftung der Bahnhöfe und Untergrundstationen  in Paris zuständig – hat ein Plakat abgelehnt, das für ein karitatives Konzert der Gruppe ‚Les Pretres‘  mit dem Titel  „Zugunsten der Christen im Orient“ werben sollte. Es widerspreche dem Prinzip religiöser Neutralität, dem sich die RATP verpflichtet sehe, dieses Plakat aufzuhängen.

„Objektivität ist, wenn es 5 Minuten Sendezeit für Hitler und 5 Minuten für die Juden gibt“, sagte einmal der französische Cineast Jean Luc Godard. Die RATP scheint sich diesem Gleichheitsgrundsatz verbunden zu fühlen und gebraucht die Laizität als Vorwand, um bloß nicht in den Verdacht zu kommen, sie wolle die verfolgten Christen im Orient unterstützen.

 

Quelle:

Charlie Hebdo No 1185/7 vom 8.April 2015