24. Juni 2015 Tunesien: Polizei verfolgt Restaurantbesitzer, die sich nicht dem Ramadan unterwerfen

Tunesische Zeitungen berichten, dass Polizeistreifen, vom Innenministerium angewiesen, Restaurantbesitzer zwingen sollen, sich den Fastenregeln des Ramadan zu unterwerfen.

Ein Video zeigt, wie eine junge Frau am 24.6.2015 auf offener Strasse von einem Bezirksverantwortlichen geschlagen wird, weil sie den Fastenregeln nicht folgte. Den Mann hat man mittlerweile entlassen, nachdem es erhebliche Unruhe in der Bevölkerung gab.

http://www.businessnews.com.tn/video–une-femme-agressee-parce-quelle-ne-ferait-pas-le-jeune,534,56927,3

Quelle:http://obs-islamisation.blogspot.de

 

26. Juni 2015, Kuweit City, 27 Tote und über 200 Verwundete bei Anschlag auf schiitische Moschee

Ein erst 23 jähriger islamistischer Fanatiker aus Saudi Arabien hat bei einem Bombenattentat in Kuweit Stadt 27 Menschen mit in den Tod gerissen und über 200 Menschen verwundet.  In der Imam-al-Sadeq-Moschee hatten sich Gläubige gerade zum Gebet versammelt, als der Attentäter  seinen Sprengsatz zündete.

Der sog. IS übernahm dafür die Verantwortung. Für dessen Anführer sind Schiiten Abtrünnige, die den Islam verraten haben und den Tod verdienen.  Ein Drittel der 1,3 Millionen Einwohner Kuweits sind Schiiten.

Quelle: http://www.theguardian.com/world/2015/jun/26/islamic-state-claim-responsibility-deadly-blast-kuwait-city-mosque

http://www.spiegel.de/politik/ausland/kuwait-tote-bei-anschlag-auf-moschee-a-1040901.html

 

 

26. Juni 2015: Saint-Quentin Fallavier: Chef einer Spedition erdrosselt

Hervé Cornara,  54 Jahre,  Chef einer kleineren französischen Spedition, ist am Freitag 26.6.2015 Opfer eines Mordanschlages geworden. Der Täter hat ihn offenbar erdrosselt und anschliessend den Kopf von der Leiche abgetrennt. Dazu benutzte er ein Messer.  Den Kopf hat er dann, offenbar, um sich als islamistischer Kämpfer zu inszenieren, auf den Zaun einer Flüssiggasfabrik gespießt (umrahmt von zwei schwarzen IS-Fahnen) in die er gefahren ist, um sie in die Luft zu sprengen. Er fuhr mit seinem Kleinlaster direkt in dort lagernde Gasflaschen, die explodierten.  Nur durch das schnelle Eingreifen von Feuerwehrleuten kam es nicht zu einer größeren Explosion.

Bei dem Attentäter handelt sich um einen 35 jährigen Mann, der vom Salafismus beeinflusst  und in der Firma des Ermordeten angestellt war. Er ist bei dem Attentat nicht umgekommen, sondern wurde von den anrückenden Feuerwehrleuten festgehalten und sitzt nun in Untersuchungshaft. Er praktizierte Kampfsport und wird von seinem ehemaligen Sportlehrer als extrem gefährliche, unkontrollierte und unbeherrschte  Person dargestellt. Er habe sich beim Wettkampf z. B erst verprügeln lassen, um dann ausserordentlich gewalttätig, wie eine Furie, auf seinen Gegner loszugehen.

 

Quelle: http://www.lalsace.fr/actualite/2015/06/26/attentat-de-daesh-a-saint-quentin-fallavier-un-homme-decapite

http://www.leprogres.fr/lyon/2015/06/29/les-terrifiants-aveux-et-l-ami-en-syrie-de-yassin-salhi

http://www.lepoint.fr/societe/attentat-en-isere-le-glacant-temoignage-de-l-entraineur-de-yassin-salhi-28-06-2015-1940566_23.php

 

26. Juni 2015 Sousse, Tunesien: 38 Menschen am Badestrand sterben bei Mordanschlag

Ein islamistischer Fanatiker hat am Freitag, 26.6.2015 bei einem Angriff auf die badenden Touristen eines Hotelstrandes in Sousse, Tunesien, 38 Menschen gezielt getötet, bis ihn die tunesische Polizei unschädlich machen konnte.  36 Menschen wurden verletzt. Ob es sich wirklich um einen Einzeltäter gehandelt hat, ist bisher unklar. Der Tathergang passt zu den anderen von islamistischen Fanatikern begangenen Mordanschlägen, die sie immer wieder gegen Menschen, die ihr Leben geniessen, richten.

Quelle: Berliner Zeitung, 27./28. Juni 2015

 

2. Juni 2015, Brüssel, Belgien: Lehrer entlassen wegen islamkritischer Äusserung auf facebook

Ein Geschichtslehrer des Daschbeck Gymnasiums in Brüssel wurde entlassen, weil er an eine seiner Schülerinnen folgendes auf seinem privaten facebook account geschrieben hat:

„Si tu veux être une bonne croyante, pourquoi pas une bonne catholique, ou protestante, ou juive, ou même athée ? Tu peux même croire en Dieu de manière plus subtile comme font les Bouddhistes. Pourquoi choisir la religion qui se caractérise par le plus haut taux d’analphabétisme et qui possède le plus grand nombre de pays sous-développés et arriérés… ?“

Auf deutsch: „Wenn du eine gute Gläubige sein willst, warum nicht eine gute Katholikin, oder Protestantin, oder Jüdin, oder sogar eine Atheistin werden? Du könntest an Gott auch auf eine subtilere Weise glauben, wie es die Budhhisten tun. Warum eine Religion aussuchen, die sich durch die höchste Analphabetismusrate auszeichnet und die meisten unterentwickelten und zurückgebliebenen  Länder umfasst?“ 20 Monate später beschwerte sich die Mutter der Schülerin bei der Schulleitung. Und diese hat den 50 jährigen Geschichtslehrer, der seit 14 Jahren treu und brav seinen Dienst ausübt, jetzt wegen Nichtbeachten religionsbezogener Neutralität entlassen. Er erhält kein Arbeitslosengeld, nur seine Pensionsansprüche darf er behalten, was immer die in 15 Jahren noch wert sein mögen.

Quelle: Charlie Hebdo, 1195, 17. Juni S.4

oder, in französischer Sprache:

http://www.dhnet.be/actu/faits/un-prof-bruxellois-vire-pour-ses-propos-islamophobes-sur-facebook-556c7e7c35709a87ac621d54

10. Juni 2015 Luxor Karnaktempel, Selbstmordattentat verhindert

3 Bewaffnete haben versucht, in die Tempelanlage von Karnak einzudringen und unter den Besuchern ein Blutbad anzuriçhten. Durch aufmerksame Wachbeamte konnte dies verhindert werden.  Allerdings verletzte die gezündete Bombe etliche Souvenirverkäufer. Alle drei Angreifer wurden getötet.

Bereits 2007 hatte ein Feuerangriff von islamistischen Fanatikern auf den Hatchepsut Tempel 60 Touristen aus der Schweiz das Leben gekostet.

 

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_74316284/aegypten-mann-sprengt-sich-in-luxor-in-die-luft.html

22.-27. Juni 2015, Paris, alljährliche Comic-Konferenz setzt Charlie Hebdo Debatte ab

Jedes Jahr findet in Paris eine Konferenz der Comic Zeichner und -Hersteller statt, die die International Bande Dessiné Society veranstaltet. Sie hat kurzerhand zwei Round-Table Gespräche zum Attentat gegen Charlie Hebdo und über die dabei ermordeten Zeichner von der Tagesordnung genommen. Begründung: Sicherheitsbedenken. Bereits im April hat die Queen’s Universität in Belfast versucht, ein Kolloquium zu diesem Thema abzusetzen. Der Plan scheiterte am massiven Protest der Universitätsmitglieder.

Quelle zu Paris: Chalie Hebdo, 3.6.2015, No. 1193 S. 9

Quelle zu Belfast: http://www.theguardian.com/world/2015/apr/22/belfast-university-cancels-charlie-hebdo-conference

und

http://www.theguardian.com/education/2015/may/01/queens-university-belfast-charlie-hebdo-conference

22. Mai 2015 Qudayh, Saudi Arabien, 21 Schiiten bei Selbstmordattentat getötet

Ein fanatisierter Selbstmordattentäter hat am 22. Mai bei einem Angriff auf eine schiitische Moschee (15% der saudischen Bevölkerung sind Schiiten, für die die sunnitische IS entweder die Konversion oder den Tod vorsieht) 21 Menschen mit in den Tod gerissen und 120 Teilnehmer des mittäglichen Gottesdienstes verletzt. Das Attentat richtete gegen eine sunnitische Moschee in Al Qudayh bei Qatif, Saudi Arabien.

 

Quelle: http://www.nytimes.com/2015/05/23/world/middleeast/suicide-bombing-saudi-arabia-shiites-sunnis-yemen-mosque.html?_r=0