26.7.2016,St. Etienne du Rouvray, Frankreich: Priester von 2 islamistischen Tätern erstochen

Während eines Gottesdienstes in der Kirche von St. Etienne du Rouvray haben zwei Männer, einer davon 18 Jahre alt, kriminell und mit einer elektronischen Fussfessel unterwegs, 5 Geiseln genommen und dem 84 jährigen katholischen Priester Jacques Hamel die Kehle durchgeschnitten. Eine Geisel schwebt in Lebensgefahr. Beide Attentäter wurden von der Polizei erschossen. Sie bekannten sich selbst zum IS. Der Vorfall zeigt klar, dass auch mit immer’ehr Überwachung das Phänomen des islamistischen Fanatismus nicht in den Griff zu bekommen ist.

Quelle: www.lemonde.fr

14. Juli 2016, Nizza, Frankreich: 31 jähriger Tunesier tötet 84 Menschen

Ein 31 Jahre alter Tunesier, der seit 2005 in Frankreich lebt, fuhr am 14.Juli, dem französischen Nationalfeiertag, mit einem gemieteten 19t LKW gegen 22.45 Uhr mitten auf den dicht bevölkerten Boulevard des Anglais. Er verfogte das klare Ziel, möglichst viele Menschen umzubringen. Er tötete 84, darunter 10 Kinder und Jugendliche und verletzte 202 weitere. Als sein Fahrzeug von der Polizei gestellt wurde, eröffnete er das Feuer, wurde selbst von der Polizei erschossen. Im LKW wurden später zahlreiche Waffen gefunden. Der Mann, ein mehrfach vorbestrafter Krimineller, stand in Verbindung zu islamistischen Kreisen, die ihn auch mit Waffen versorgt haben. Sein Vater ist in Tunesien Mitglied der islamistischen Organisation Ennahada.
Quelle: le point, dreuz.info

13. November 2015, Paris: Frankreich, Islamistische Terrorgruppe tötet 130 Menschen

Am Abend des 13. November 2015 hat eine Gruppe von 11 Attentätern an fünf verschiedenen Stellen in Paris (in der dicht besetzten Konzerthalle Bataclan, am Fussballstadion Stade de France, und in Restaurants) mit Maschinengewehren und durch Zündung von am Körper getragenen Sprenggürteln 130, meist junge Menschen in den Tod gerissen. 352 Personen, 97 davon schwer, wurden verletzt. Die Angreifer stammten ausnahmslos aus arabischstämmigen Familien; sie wurden von radikal-islamistischen Agitatoren für das Attentat rekrutiert.

Quelle: der entsprechende Artikel in Wikipedia berichtet mittlerweile ausführlich über das Attentat

3. Juli 2015, Aix en Provence Festivalleitung zensiert Enführung aus dem Serail

Noch vor der Premiere von Mozarts Entführung am 3. Juli 2015 hat der Festivalleiter in Aix en Provence Bernard Fouccroulle bekanntgegeben, dass er die Regieanweisung des Österreichers Martin Kuseij zensieren wird (natürlich in liberaler Absicht). Regisseur Kusej hatte geplant, am Ende der Oper, in der bekanntlich Osmin das Lied anstimmt: Erst geköpft, dann gehangen, dann gespießt auf heiße Stangen; dann verbrannt, dann gebunden und getaucht; zuletzt geschunden, aufgespießte Köpfe, in blutige Lumpen gewickelt, zu zeigen.

Quelle:http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/kultur/kultur-sda/Festival-zensiert-ein-IS-Stueck;art46444,559592

 

22.-27. Juni 2015, Paris, alljährliche Comic-Konferenz setzt Charlie Hebdo Debatte ab

Jedes Jahr findet in Paris eine Konferenz der Comic Zeichner und -Hersteller statt, die die International Bande Dessiné Society veranstaltet. Sie hat kurzerhand zwei Round-Table Gespräche zum Attentat gegen Charlie Hebdo und über die dabei ermordeten Zeichner von der Tagesordnung genommen. Begründung: Sicherheitsbedenken. Bereits im April hat die Queen’s Universität in Belfast versucht, ein Kolloquium zu diesem Thema abzusetzen. Der Plan scheiterte am massiven Protest der Universitätsmitglieder.

Quelle zu Paris: Chalie Hebdo, 3.6.2015, No. 1193 S. 9

Quelle zu Belfast: http://www.theguardian.com/world/2015/apr/22/belfast-university-cancels-charlie-hebdo-conference

und

http://www.theguardian.com/education/2015/may/01/queens-university-belfast-charlie-hebdo-conference

1. April 2015 Pariser ÖPNV-Gesellschaft RATP zensiert Werbung für karitatives Konzert

Die französische RATP – sie ist auch für die Bewirtschaftung der Bahnhöfe und Untergrundstationen  in Paris zuständig – hat ein Plakat abgelehnt, das für ein karitatives Konzert der Gruppe ‚Les Pretres‘  mit dem Titel  „Zugunsten der Christen im Orient“ werben sollte. Es widerspreche dem Prinzip religiöser Neutralität, dem sich die RATP verpflichtet sehe, dieses Plakat aufzuhängen.

„Objektivität ist, wenn es 5 Minuten Sendezeit für Hitler und 5 Minuten für die Juden gibt“, sagte einmal der französische Cineast Jean Luc Godard. Die RATP scheint sich diesem Gleichheitsgrundsatz verbunden zu fühlen und gebraucht die Laizität als Vorwand, um bloß nicht in den Verdacht zu kommen, sie wolle die verfolgten Christen im Orient unterstützen.

 

Quelle:

Charlie Hebdo No 1185/7 vom 8.April 2015

16. März 2015 Stadt Paris ernennt Asia Bibi einstimmig zur Ehrenbürgerin

Das Stadtparlament von Paris hat die in Paktistan wegen Blasphemie zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi zur Ehrenbürgerin ernannt. Obwohl dieses Gesetz noch nie angewendet wurde, steht angesichts des bisherigen Verlaufes des Prozesses zu befürchten, daß sie das erste Opfer dieses mittelalterlichen Schandparagraphen wird.

Quelle: Charly Hebdo 1183, 25.3.2015

7. Januar 2015 Charlie Hebdo überfallen, Redakteure hingerichtet

Im Kugelhagel der islamistischen Attentäter starben in Paris die Redakteure und Karikaturisten Charb, Cabu, Wolinski, Tignous, Honoré, Elsa Vayat, Mustapha Ourad sowie Bernard Maris, der zufällig anwesend war und bei einem zweiten Attentat 4 jüdische Kunden eines koscheren Supermarkts in Paris, Porte de Vincennes: Yohav Hattab (22J) Philippe Braham (45J), Yohan Cohen (23J) und François-Michel Saada (63J) sowie die beiden Polizeibeamten Brinsolaro und Merabet.
Da mit Karikaturen Zweifel am Glauben genährt wird, wollten die Attentäter mit ihren Morden offenbar dafür sorgen, dass es sich zukünftig niemand mehr traut, ihre Religion zu kritisieren.  Mitglieder anderer Religionen zu töten, besonders Juden, bringt zusätzliche Punkte in ihrem imaginären Paradies.